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Kinderfeuerwehr

Letzter Einsatz

Abteilung: Aktive
Ort: Ortskamp
Zeit: 29.11.2017, 14:13 Uhr
Meldung: Rauchwarnmelder

Das ist doch Ehrensache



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Zur Geschichte der Feuerwehr Bemerode

"Wohltätig ist des Feuers Macht, Wenn sie der Mensch bezähmt, bewacht, Und was er bildet, was er schafft, Das dankt er dieser Himmelskraft; Doch furchtbar wird die Himmelskraft, Wenn sie der Fesseln sich entrafft, Einhertritt auf der eignen Spur, Die freie Tochter der Natur."
Aus Friedrich Schiller, Das Lied von der Glocke (1799)

Über 115 Jahre Feuerwehr in Bemerode. Mehr als ein Jahrhundert lebendige Geschichte, eng verbunden mit dem Wachsen, dem Bestehen und dem übergehen der ursprünglich selbständigen Gemeinde Bemerode zur Landeshauptstadt Hannover. Die Entwicklung wurde geprägt von dem wechselnden Auf und Ab des dörflichen Eigenlebens und der übergreifenden, ja fast erdrückenden Größe der Stadt nach der Eingemeindung. Bei allen Abschnitten sind immer wieder die Probleme und die Höhepunkte in der Geschichte der Feuerwehr, als eine Einrichtung des öffentlichen Gemeinwesens, eng in diese Geschehnisse eingebunden.

Im Jahre 1888, wie in den alten Urkunden nachzulesen ist, fanden sich 25 Bürger zur Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr zusammen und legten somit den Grundstein für die heutige Wehr. In der Gemeindeversammlung im September des Jahres 1888 wurde die Gründung bestätigt und festgelegt, dass die Gemeinde die fehlenden Kosten für die notwendigen "Utensilien", die von der Feuerwehr benötigt wurden, zu tragen hatte. Bedingung war, dass alles auf das Einfachste und Zweckmäßigste anzuschaffen ist und der Gemeindevorstand bei der Anschaffung der Sachen mitbestimmen musste. Die Uniformröcke, so wurde beschlossen, kauften sich die Mitglieder der neuen Feuerwehr selbst. Schon damals wurde von den Feuerwehrmännern nicht nur eine ideelle Einstellung verlangt, sondern jeder einzelne brachte finanzielle Mittel für seine Feuerwehr" auf. Lediglich zur Unterstützung der Kameradschaftskasse erhielt die Wehr einen Zuschuss von 30,00 Mark aus der Gemeindekasse zugestanden.

Der Anfang war vollzogen. Ebenfalls im September des Jahres 1888 fanden dann die ersten Kommandowahlen statt. Gemeindevorsteher Wilhelm Meyer wurde zum ersten Hauptmann und Heinrich Kelb zu seinem Stellvertreter gewählt. Die Gemeinde beschaffte eine Handdruckspitze. Für damalige Verhältnisse und bei der Größe des Ortes mit 600 Einwohnern eine große Leistung. Im Einsatzfall wurde die Spritze von Pferdegespannen zur Brandstelle gezogen.

Die Gründer der Wehr sind heute nicht mehr unter uns, aber ihre Idee, ihre Kameradschaft und der Wille zum Helfen sind auch heute noch vorbildlich für uns, denn an den Zielen der Feuerwehr hat sich über die Jahrzehnte gesehen im Grundsatz nichts geändert. Die Gefahren, die Technik, die Anforderungen an die Wehr sind sicherlich heute höher einzustufen, doch wir danken diesen Männern an dieser Stelle für den treuen Dienst am Feuerlöschwesen.

Im Jahre 1908 gab es bereits neben den Aktiven Feuerwehrmänner, die zu den ersten Musikanten der Wehr zählten; Trommeln und Hörner waren die erste Instrumentierung. Im Jahre 1909 legte Hauptmann Meyer nach über 20 Jahren Führung sein Amt nieder. Zu seinem Nachfolger wurde August Bode gewählt und zum Stellvertreter Friedrich Glahe. Bereits ein Jahr später konnte eine neue Handdruckspritze angeschafft werden. Die alte Spritze, die im wesentlichen aus Holz bestand, kam ins Brennholz. Sicherlich wäre es für die jungen Kameraden in unserer Zeit anschaulich gewesen, mit solchem Löschgerät einmal zu üben, um nachzuempfinden, unter welchen Strapazen die Feuerwehren damals arbeiten mussten.
In den folgenden Jahren hatte man die Kriegsjahre 1914-1918 zu überstehen. 1924 gab es wieder einen Kommandowechsel. Hauptmann Bode gab seinen Posten nach Erreichen der Altersgrenze ab. Zu seinem Nachfolger wählten die Kameraden August Meyer und zum Stellvertreter Ernst Thymian. Unter dieser Führung wurde die Wehr neu uniformiert. An Stelle der ersten khakifarbenen Uniformen trat die heute noch übliche Kombination mit dem blauen Rock. Beim Nachlesen in den alten Akten stößt man immer wieder auf einen entscheidenden Punkt, der den Idealismus der damaligen Kameraden in einem sehr großen Maße widerspiegelt und der auf die heutige Zeit sicherlich nicht ohne weiteres übertragen werden kann. Die neuen Uniformen wurden von den Wehrmännern zum größten Teil, wenn auch mit Unterstützung der Gemeinde, auf eigene Kosten angeschafft.





 

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